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Wandertip "Schneeberg, Südtirol"

Schrägaufzug vom Seemoos nach St. Martin "Es ist grünlich mit Quarz gemischt, löcherig und es finden sich große Flecke des festesten Jaspis darin, in welchem sich wieder kleine runde Flecke von Breccienart zeigen. Ein Stück war gar zu instruktiv und appetitlich, der Stein aber zu fest, und ich habe geschworen, mich auf dieser Reise nicht mit Steinen zu schleppen", schreibt Goethe am 3.9.1786 am Beginn seiner italienischen Reise.

Was lernen wir daraus?
  • Goethe zog es nach Italien.
  • Goethe sammelte Mineralien.
  • Goethe hatte dabei Transportprobleme.


Was schließen wir daraus?
  • Die Gegenden nördlich des Alpenhauptkamms sind lebensfeindlich.
  • In Italien gibt es Mineralien.
  • Auch kräftige Naturen stehen irgendwann vor Platzproblemen.


Was können wir tun?
  • Zwischen Obstgärten und Weinbergen in Südtirol abends große Eisbecher essen.
  • Schneeberg, Fassatal und Seiseralm besuchen.
  • Schauen, staunen, lesen.


Anfahrt:
Von München über Garmisch zum Timmelsjoch, die Südrampe hinunter bis kurz hinter Saltnuss, wo in einer scharfen Rechtskurve die Straße den Schneebergbach überquert (ca. 250 km, Zeit ca. 4 h, als Tagestour nicht gut). Kurz davor und ein Stück danach jeweils auf der rechten Seite Parkmöglichkeiten.

Aufstieg:
In der Kurve (1675 m) beginnt auf der nördlichen Bachseite ein gut markierter Weg, der zum Seemoos (2168 m) hinaufführt. Von dort nach St. Martin am Schneeberg (2355 m) mit Unterkunftshütte und Bergwerksmuseum.

Fundmöglichkeiten:
Auf den zahlreichen Halden ab Seemoos sind Granat und Zinkblende häufig.

Besonderes:
Bergbauhistorischer Lehrpfad, Geführte Untertagetour (7 km) durch den Poschhausstollen (auf der Sterzinger Seite) mit der Grubenbahn und zu Fuß zum Karlstollen (unterhalb Seemoos) wieder hinaus (Mai bis Oktober, Info z.B.: Tourismusverband Wipptal,
e-mail: tvb.sterzing@pass.dnet.it, ).

Über- und Untertageanlagen werden vom Landesbergbaumuseum der Provinz Bozen vorbildlich betreut.
In Südtirol ist das Sammeln gesetzlich geregelt und bewilligungspflichtig.

Literatur:
Baumgarten, Folie, Stedingk, Auf den Spuren der Knappen, Bergbau und Mineralien in Südtirol, Tappeiner Athesia, Lana 1998,
Tasser, Rudolf, Das Bergwerk am Südtiroler Schneeberg, Athesia, Bozen 1994,
außerdem ist in allen Tiroler Fundstellenführern zum Schneeberg etwas zu finden.

Wolfgang Zahnleiter


Last update 14.03.1999

Münchener Mineralienfreunde e.V., Münchener Straße 23, 85540 Haar

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