Logo  Münchener Mineralienfreunde e.V.
   Verein zur Förderung der Geowissenschaften, MM e.V.
   Schriftführung Ingrid Bode
   Ideeller Träger der Frühjahrsmesse und der Mineralientage München

Zurück
zum Archiv
"Beitrag von der Fotogruppe für den Rest der Welt"

verfasst von Peter Enderlein (e-mail)

Angeregt durch meinen Vortrag am 09.November letzten Jahres in der Fotogruppe der Münchener Mineralienfreunde e.V., bin ich gebeten worden, die "Neuen Erkenntnisse" für Interessierte verständlich nahe zu bringen.

Beginnen wir mit der Ausrüstung:
Mikroskop (Stereo und Zoom), Kaltlichtleuchte (mindestens 2-armig), Kamera (Spiegelreflex ohne Autofocus), einen Blaufilter (z.B. Helioplan KB 15, weil mit Tageslicht-Diafilm gearbeitet wird), Zwischenringe (12, 20 und 36 mm für die o.g. Kamera), Drahtauslöser und einen Foto-Adapter (z.B. von der Fa. Krantz). Was das Filmmaterial anbelangt, sollte jeder nach seinem Geschmack auswählen. Wir haben in der letzten Zeit mit Fuji Sensia II gearbeitet und gute Ergebnisse erzielt. Der Blaufilter wird auf das Objektiv (am besten 50 mm Brennweite und entsprechend lichtstark) geschraubt, dann folgt der Adapter. Kamera + Objektiv + Blaufilter + Adapter sind als Einheit jetzt einsatzbereit. Das Objektiv wird grundsätzlich wie folgt eingestellt: größte Blendenöffnung und Entfernung unendlich.

Ablauf einer Aufnahme:
Mineralienstufe unter das Mikroskop legen, Kaltlichtlampe in Betrieb nehmen und Stufe ausleuchten. Entsprechende Vergrößerung wählen und alles scharf einstellen. Es empfiehlt sich immer, bei starken Vergrößerungen irgendeine Kante oder Linie des betreffenden Minerals anzupeilen und sich zu merken. Nun entfernen wir ein Okular vom Mikroskop und stecken unsere oben zusammengesetzte Kombination mit dem Adapter voran in die Okularöffnung. Jetzt folgt ein Blick durch den Sucher der Kamera und eine leichte Korrektur der Schärfe an Hand der vorher angepeilten Kante / Linie des betreffenden Kristalls. Eine Änderung der Lichteinstellung ist in der Regel nicht mehr nötig.

Ergebnis:
Beim Betrachten der Dias habe ich festgestellt, dass die Ecken abgerundet waren. Um diesen störenden Effekt zu vermeiden, der durch den Einsatz des Blaufilters zwischen Objektiv und Adapter zustande kommt, habe ich mit Zwischenringen experimentiert.

Ein erster Versuch mit dem 12-mm-Zwischenring brachte bereits eine Verbesserung - die Rundungen wurden kleiner. Beim nächsten Versuch mit dem 20-mm-Zwischenring waren die Rundungen nahezu verschwunden. Mit dem 36-mm-Ring war das Dia dann so gleichmäßig rechteckig wie wir es normalerweise gewohnt sind. Es war also gelungen, auf diese einfache Art und Weise wieder perfekte Dias zu bekommen.

Nebenbei ergibt sich durch den Einsatz der Zwischenringe ein weiterer Effekt: das fotografierte Mineral - in der Regel bewegen wir uns im Bereich der Mikromounts - erfährt unabhängig von der Größeneinstellung am Mikroskop eine weitere Vergrößerung.

Die Kombination aller drei Zwischenringe wird noch erprobt. Ergebnisse werden zu gegebener Zeit veröffentlicht.


Last update 01.05.2001

Münchener Mineralienfreunde e.V., Münchener Straße 23, 85540 Haar