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Tagesexkursion nach Unterstürmig / Buttenheim

am 12. August 2006

Ankunft im Regen Es ist kurz vor 7 Uhr. Wir sitzen im Bus und werden abgezählt. Laut Liste fehlt noch eine Person. Um fünf nach sieben gibt's kein Warten mehr. Jeder weiß, dass für Gerhard "pünktliche Abfahrt" höchstens ein Wimpernschlag lang gedehnt wird. Und die meisten schätzen das. Nach einem herzlichen "Guten Morgen allerseits" und ein paar Erklärungen zum Tagesablauf durch Gerhard starten wir Richtung Unterstürmig/Buttenheim. Es regnet und die Aussicht, eingepackt in Regenkleidung von Kopf bis Fuß Mineralien suchen zu müssen, ist nicht gerade verlockend. Aber jetzt sitzen wir erst mal im Trockenen und wer weiß, wie es in einigen Stunden aussieht. Rudi verteilt seinen "Abfall". Hübsche, geschliffene Steine. Eine ganze Tasche voll. "Kannst alle haben, ich schmeiß sie sonst eh weg".

"Im Norden ist schönes Wetter", verkündet Gerhard. Liegt Buttenheim im Norden? "Nachmittags scheint die Sonne", verspricht Schorsch. Er wird recht haben, sie wird tattatsächlich scheinen, nicht lang, aber von der Dauer hat er ja auch nichts gesagt. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt erreichen wir die Halde. Es dauert nicht lange und die Gruppe schwärmt aus, verteilt sich in alle Richtungen. Lustig, wie sie alle auf den Hängen herumkraxeln und im Schlamm wühlen und hämmern und nach den zwar nur mehr spärlich vorhandenen, zum Teil aber auch pyritisierten, Ammoniten suchen. Leider bricht beim Klopfen vieles auseinander, sodass sehr umsichtig vorgegangen werden muss. Wer Septarien findet, hat da weniger Probleme.

Mittagspause auf der BuskanteMittagspause. Mangels einer trockenen Unterlage in der Natur machen wir, an der Kante des Busgepäckraumes sitzend, Brotzeit. Ein paar Unermüdliche schwärmen danach noch einmal aus, die Halde ist groß.

15 Uhr. Es reicht. Die meisten sitzen schon im Bus, sind abfahrtbereit. Nur Heini will nicht aufgeben. "Wenn du schon 500 km fährst, musst schon auch was mitbringen", meint jemand. Allgemeine Zustimmung. Wie gut, dass wir einen großen Bus haben, sonst würde vielleicht das Höchstzulassungsgewicht überschritten…

Auf der Rückreise versteigert Ingrid im Bus auf eine lockere und unterhaltsame Weise von einigen mitgebrachte Sachen zu Gunsten der Senioren-Gruppen-Kasse. "So, Leut, wer bietet mehr?" Ein König-Ludwig-Kerzenhalter ist nicht so begehrt. Mehr bringt ein Disthen. Calcit haben wohl alle schon genug. Begehrter ist eine Leseleuchte: 7 Euro! Edelstahlbehälter, Basthandtasche, Weinmarker, ein Buch ("7,- Euro, hast du überhaupt so viel Geld?"), Moosentferner. Helene will unbedingt das "Pisa-Alarm"-Buch, weil sie schon eine Reihe Bücher von diesem Autor hat und treibt den Preis hoch. "Noch ein Disthen. 50 Zent (kein Schreibfehler! d.A.) zum ersten, 50 zum zweiten, 50 zum dritten - für Alexandra". Und so geht's mit viel Spaß weiter. Es kommt eine ansehnliche Summe zusammen.

Kurz nach 18 Uhr erreichen wir München. Schön war's!

Marianne Lechthaler

Schuhgröße 56