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Wandertip "Cordierit im Pitztal/Tirol"

Eine Scharte in 2580 m Höhe. Ich lehne am Fels und schaue den Wolken zu:
Nebelfetzen, die die Sonne aus dem Tal heraufjagt, weiße Türme, die die warme Luft zerfallen läßt. Etwas unter mir ein Bergsee; ich nehme mein Fernglas. Ja, er liegt noch am Ufer, wackelt mit den Ohren und kaut - der Steinbock. Neben mir ein faustgroßer Quarzbrocken mit einem 4 cm langen, grünlichgrauen Cordieritkristall mit Endfläche, das Ergebnis der letzten beiden Stunden. Moalandl-See - nicht nur der Name wird mir in Erinnerung bleiben.

Anfahrt:
München - Fernpaß - Imst - St. Leonhard im Pitztal - Piösmes (ca. 180 km).
Ungefähr 200 m nach dem Ortsschild von Piösmes führt die Straße über einen kleinen Bach, davor kann man auf der rechten Seite gut parken. Gegenüber mündet ein Wirtschaftsweg, der Beginn (1405 m) des markierten Steiges Luibisalm (2070 m) - Moalandlsee (2530 m). Alpinistisch ist die Tour anspruchslos. Gehzeit einfach 3 Stunden.

Fundgebiet:
Kurz bevor man über eine kleine Scharte den See erreicht, durchquert der Weg ein ca. 2500 m hoch gelegenes Kar. Vor allem der Schutt an seiner Ostseite besteht aus Glimmerschiefer mit reichlichen Quarzknauern. Darin sind Kristalle von Andalusit und Cordierit bzw. Pinit in verschiedener Größe und Qualität eingewachsen.

Literatur:
Exel, Reinhard, Die Mineralien Tirols, Band 2, Athesia Verlag, Bozen 1982
Purtscheller, Fridl, Ötztaler und Stubaier Alpen, Sammlung geologischer Führer, Band 53, Gebr. Bomtraeger, Berlin 1978

Wichtig: Von Sammelverboten weiß ich nichts. Wir sind hier Gäste. Räumen Sie bitte Ihre zertrümmerten Steinbrocken weg.

Unser eigenes Verhalten bestimmt die Zukunft unseres Hobbys.

Wolfgang Zahnleiter


Last update 04.09.1998

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