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    Jugendgruppe

    Wochenendexkursion ins thüringische Nesselhof

    Im April 1995

    Wir hatten von Andreas Steinberger erfahren, daß es dort "Schneekopfkugeln" vor allem mit Amethyst geben soll.

    Am Samstag morgen um 7.00 Uhr traf sich die Crew von 12 Leuten in Freising und los ging es Richtung Thüringen. Nach ca. 5 Stunden erreichten wir die Fundstelle. Sie liegt in der Nähe von Gotha und kann über verschiedene Wege erreicht werden. Man fährt die Autobahn bis Coburg und dann über Landstraßen weiter nach Eisfeld, Schleusingen, Suhl, Zella-Mehlis bis Schmalkalden. Von hier weiter Richtung Tambach-Dietharz. Einige Kilometer vor Tambach-Dietharz erreicht man den kleinen Ort Nesselhof. Aus Richtung Schmalkalden kommend, kommt man an einem Wirtshaus vorbei, wo links ein kleiner Weg in den Wald führt. (Achtung, schwer zu finden.) Direkt hinter den Häusern geht links ein weiterer Weg ab, dieser führt nach ca. 2-3 km zur Fundstelle.

    (Alternativ kann man auch die A7 bis Bad Hersfeld fahren und dann die A4 Richtung Gotha. Hier gibt es dann verschiedene Möglichkeiten nach Georgenthal zu kommen. Man erreicht Nesselhof dann von der anderen Seite.)

    Ohne weitere Verzögerungen haben wir die Fundstelle heimgesucht. Wir fanden eine Lichtung mit mehreren Grabstellen vor. Mit großer Begeisterung haben wir uns über diese Löcher hergemacht und diese dann auch teilweise erweitert. Hierbei benötigten wir gutes Grabwerkzeug. Erstmal mußten wir ca. 1 Meter tief loses Geröll und Erde entfernen, danach erreichten wir den fündigen Bereich. Finden konnten wir Amethystgeoden bis 8 cm, verschiedene Achate in der selben Größe und Chalcedon. Aufgefallen ist uns, daß diese Fundstelle keinen Hämatit enthält.

    Gegen Abend sind wir dann nach Georgenthal um auf dem Campingplatz unsere Zelte aufzubauen. Nach unserem typischen Jugendgruppenessen "Ravioli aus der Dose" wurde es - wie immer - noch sehr gemütlich.

    Sonntag morgen gegen 9 Uhr sind wir dann erneut aufgebrochen und haben die Fundstelle aufgesucht. Nachmittags haben wir dann unsere Löcher wieder verfüllt und sind gegen 15 Uhr Richtung Heimat aufgebrochen.

    Wie immer nach einer solchen Tour konnte man an den schlafenden Beifahrern erkennen, daß alle erschöpft aber zufrieden waren.

    Diese Fundstelle zeichnet sich inzwischen leider durch ein sehr strenges Sammelverbot aus.

    Wir bedanken uns für diesen Bericht bei Werner Gut.

    Anfragen und Hinweise senden Sie bitte an
    Werner Gut
    Jakob-Huber-Str. 54
    D-82110 Germering
    Tel:089/89 48 555


    Last update 08.03.1998

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